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BRANDSCHUTZVERGLASUNG NACH DIN 4102 (G UND F)
Normales Glas springt im Brandfall rasch, großflächige Bruchstücke fallen herab und begünstigen so durch Feuerüberschlag in den nächsten Brandabschnitt das Ausbreiten des Feuers.
Brandschutzverglasungen bestehen aus Brandschutzglas, geeigneten Rahmen, Dichtungen und Befestigungsmaterialien nebst Anschlußbauteilen. Die für Brandschutzverglasungen maßgebliche DIN 4102 unterscheidet zwei Feuerwiderstandsklassen: G-Verglasungen und F-Verglasungen. Während beide über einen bestimmten Zeitraum (z.B. 30 oder 90 Minuten) vor Rauch und Feuer schützen müssen, fordert die Norm von F-Verglasungen zusätzlich eine Hitzeschild-Wirkung, die sogenannte thermische Isolation.
Die Brandschutzwirkung ergibt sich durch die Verwendung von speziellem Glas (Brandschutzklasse G) oder von aufwendigen Sandwich-Systemen aus Verbundglasscheiben bzw. Einscheiben-Sicherheitsgläsern, Gelschichten und Floatgläsern (Brandschutzklassen G und F).
Borosilicatgläser zeichnen sich aus durch sehr niedrige Wärmeausdehnung, hohe Viskosität und ausreichende Schlag- und Stoßfestigkeit durch Vorspannung des Glases.
Sandwich-Systeme erzielen ihre Wirkung in der Regel durch mehrere Zwischenschichten aus einem feuerhemmenden Gel, welches im Brandfall zu einer dicken, festen und zähen Masse aufschäumt, die sich mit dem gesprungenen Glas zu einer raumabschließenden Struktur verbindet.




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